Preisträger 2021- Joachim Kuropka (†)

Joachim Kuropka (†) hat den August-Benninghaus-Preis 2021 erhalten

Vechta (23.2021) Der Vechtaer Historiker Professor Dr. Joachim Kuropka (79) ist am 22. Februar nach schwerer Krankheit verstorben.
Er hat den diesjährigen August-Benninghaus-Preis erhalten. Damit wurde er für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Kuropka hat in seinen zahlreichen Veröffentlichungen zum Widerstand aus christlicher Motivation in der NS-Zeit und zur Katholizismusforschung furchtlos und mutig die historische Wahrheit dargelegt, lautete die Begründung in der Verleihungsurkunde.

Der undotierte Preis wird jährlich vom „Freundeskreis P. August Benninghaus SJ“ vergeben, der sich dem Gedenken des Jesuitenpaters widmet. August Benninghaus (1880-1942) legte Zeugnis ab für das Leben, Sterben und Auferstehen Jesu Christi. Er starb am 20. Juli 1942 im Konzentrationslager Dachau im Alter von 61 Jahren an den Folgen von Hunger und Misshandlungen.

Mit dem Preis sollen Personen geehrt werden, „die sich durch Forschung und Veröffentlichungen zu Glaubenszeugen oder durch karitative Tätigkeiten im Sinne von Pater Benninghaus ausgezeichnet haben“. Professor i.R. Dr. Joachim Kuropka, geboren am 20. September 1941 in Namslau, Schlesien, studierte Geschichte, Germanistik und Politikwissenschaft in Münster. Seit 1982 lehrte er als Professor für Neueste Geschichte an der Universtität in Vechta. Sein Arbeitsschwerpunkt war die NS-Zeit, speziell Katholische Kirche und Nationalsozialismus. Besonders widmete er sich Leben und Wirken von Kardinal Clemens August Graf von Galen.
1989 wurde Kuropka mit der Landschaftsmedaille der Oldenburgischen Landschaft geehrt. 2003 wurde er mit der Ehrentafel des Heimatbundes für das Oldenburger Münsterland ausgezeichnet und erhielt 2010 den Verdienstorden des Landes Niedersachsen. Kuropka hat zahlreiche Schriften und wissenschaftliche Aufsätze zu Themen der NS- und Nachkriegsgeschichte veröffentlicht, unter anderem 20 Bücher geschrieben, weit über 100 Aufsätze verfasst, 14 Sammelbände herausgegeben und drei umfangreiche Ausstellungen organisiert.

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