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Echt sein, wahr sein, ganz sein!

Pater August Benninghaus SJ (1880 - 1942)

Verleihung August-Benninghaus-Preis 2017 in Ankum

Zum Gedenken an den 75. Todestag finden am 20.07.2017 in Ankum Veranstaltungen statt, zu denen herzlich eingeladen wird.

18.30 Uhr
Hl. Messe in der St. Nikolaus-Kirche

19.30 Uhr
Verleihung des August-Benninghaus-Preises 2017 im Haus Kirchburg
Vortrag von Prälat Prof. Dr. Helmut Moll: "Vor 75 Jahren im KZ Dachau gestorben. Jesuitenpater August Benninghaus (1880-1942) aus Druchhorn dem Vergessen entreißen."
Mit Fragemöglichkeit und Gespräch.

August-Benninghaus-Preis

Der August-Benninghaus-Preis wurde vom Freundeskreis P. August Benninghaus SJ im Jahr 2017 gestiftet.
Am 20. Juli 2017 jährte sich der Todestag von Pater Benninghaus SJ zum 75. Mal. Er starb 1942 im KZ Dachau.
Der August-Benninghaus-Preis soll die Erinnerung an mutige Märtyrer bewahren und lebendig halten. Er wird an Personen verliehen, die sich durch Forschung und Veröffentlichung zu Glaubenszeugen oder durch caritative Tätigkeiten im Sinn von P. Benninghaus ausgezeichnet haben.
Der Preis wird jährlich vergeben.

Preisträger

2017 Helmut Moll

Projekte

Der Freundeskreis unterstützt verschiedene Projekte in Afrika.

Benedikt Rieke-Benninghaus
Benedikt Rieke-Benninghaus
Benedikt Rieke-Benninghaus

Mount Carmel Zentrum

Das Mount Carmel Zentrum ist ein Projekt der Diözese Aliwal in Südafrika.

Was dort gemacht wird...

Kinderfreizeiten, Kurse für Religionsunterricht, Gruppenwochenenden, Gruppenleiterschulung, Entdeckungsfahrten, Musikkurse, Sportverantstaltungen, Trainingslager...
Kurse für Lehrer, Elternräte, Schüler, Kindergärtnerinnen, Ehrenamtliche in der AIDS-Pflege, Waisenarbeit...
Exerzitien, Besinnungstage, Wallfahrten...

Was sie dort brauchen...

• Unterkünfte Kinder
• Unterkünfte Erwachsene
• Küche
• Speisesaal
• Wasserversorgung
• Sportfelder
• Werkstätten
• Gruppenräume
• Renovierung der Kapelle
• Tische, Stühle, Betten
• Krankenzimmer
• Exerzitienräume

Wie man dort helfen kann...

Beiträge/Spenden zur Finanzierung allgemein oder eines der Teilprojekte durch z.B.:
Einzelspenden, Kollekten bei besonderen Anlässen, Aufbau von Partnerschaften, testamentarische Verfügungen (besonders wenn keine Erben da sind), Daueraufträge für das Spendenkonto, Tombolas, Basare, Sportveranstaltungen, Wanderungen/Läufe mit gesponsorten Kilometern...
An einer besonderen Mauer werden Erinnerungsplaketten angebracht, wenn Spenden zu Ehren oder in Erinnerung an bestimmte Personen gemacht wurden. Jährlich wird ihrer in einer speziellen Feier gedacht werden.

August Benninghaus

wurde am 7. November 1880 in Druchhorn geboren. Am 26. 4. 1900 trat er in das Noviziat der Jesuiten in Blijenbeek/NL ein. Am 24. August 1913 wurde er vom Kölner Erzbischof Kardinal von Hartmann in Anwesenheit seiner Eltern in Valkenburg zum Priester geweiht. Bis 1941 wirkte er als Exerzitienmeister und Volksmissionar im Kettelerheim in Münster. Sein offenes Wesen brachte ihn unausweichlich in Konflikt mit der Gestapo. Bereits während einer Gebetswoche 1934 in Ankum mußte sich P. Benninghaus wegen einer Predigt vor dem NSDAP-Ortsgruppenleiter verantworten. Am 27. Juni 1941 wurde er von der Gestapo in Münster verhaftet und in das Konzentrationslager Sachsenhausen verlegt. Dort wurde er von zwei SS-Männern derart geprügelt, daß er stürzte und auf eine Tischkante aufschlug. Dabei erlitt er eine Gehirnerschütterung, von der er sich bis zu seinem Tode nicht erholte. Am 11. März 1942 wurde Pater Benninghaus in das KZ Dachau verlegt, wo die katholischen Priester im Sonderblock 26 zusammengezogen wurden. Von den Ordensleuten gehörten etwa 25 Prozent dem Jesuitenorden an. Er war mit der Häftlingsnummer 29 373 im Block 24/1, dem zusätzlichen Invalidenblock, vorgesehen für die Vergasung in Schloß Hartheim.

Besonders hart traf ihn der Ausspruch des Lagerführers: „Das deutsche Volk hat euch ausgestoßen". Er war doch Deutscher und überzeugter Diener Gottes zugleich. Zeugen berichten, er habe am Karfreitag, 3.4.42, auf die 3. Etage der Bettkiste steigen müssen. Von dort sollte er das Lied „O Haupt voll Blut und Wunden" singen. Völlig entkräftet hat er es nach vielen Schlägen mit schwacher Stimme schließlich getan. Infolge Hungers, ständiger Kopfschmerzen und Schwäche verschlechterte sich sein körperlicher und geistiger Zustand immer mehr, bis er schließlich in das Krankenrevier eingeliefert wurde. Am 20. Juli 1942 ist er verhungert, nicht ganz 62 Jahre alt. Am 31. August 1942 wurde eine Urne mit Asche auf dem Ankumer Friedhof beigesetzt. Auf dem Grabmal stehen die Worte: „Märtyrertod Dachau“. Die Gemeinde Ankum hat zur Ehre und Mahnung eine Straße am Ortseingang von Ankum nach Pater Benninghaus benannt. Im Artländer Dom erinnert eine Bronzeplatte an ihn. Die Ankumer Oberschule ist nach August Benninghaus benannt. Die Kirche hat ihn in ihr Martyrologium aufgenommen. Sein Gedenktag ist am 20. Juli.

ausführliche Biographie von Hermann Rieke-Benninghaus

Artikel bei Wikipedia

Presse


Stolperstein August Benninghaus Ein Stolperstein erinnert jetzt in Münster an den aus Ankum-Druchhorn stammenden Geistlichen und NS-Kritiker August Benninghaus. An seiner Verlegung nahm auch eine Delegation aus Ankum teil. Wie Hermann Rieke-Benninghaus mitteilt, verlegte am Montag der Künstler Gunter Demnig diesen Stolperstein in Münster am Ort der Verhaftung. Die Inschrift des Steins im Bürgersteig vor der Königsstraße 35/36 lautet: „Hier wohnte Pater August Benninghaus, Jg. 1880, verhaftet 27. 6. 1941, „staatsfeindliche Äußerungen“, Sachsenhausen, 1942 Dachau, Hungertod 20.7.1942“. Zum Artikel | NOZ am 16.10.2013

Benedikt Benninghaus aus Dinklage stellte seinen Urgroßonkel Pater Benninghaus vor. Er sei bereits Anfang der 1930er-Jahre durch klare Worte und Predigten aufgefallen. Benninghaus' Aussage "Die Kirche hat schon viele Reiche überdauert" (1936) sei als "erster großer Angriff auf das Staatssystem" gesehen worden. Drei Jahre später eine weitere Anklage: Pater Benninghaus habe den NS-Staat mit dem Kommunismus auf eine Stufe gestellt, das sei nicht zu tolerieren. Doch das Verfahren habe eingestellt werden müssen, "aus Mangel an Beweisen", sagte Benedikt Benninghaus.
Zum Artikel | kirchensite.de am 09.12.2012

Stolperstein August BenninghausDie Ankumer Schule wird nach Pater August Benninghaus benannt. Zur Schulhomepage

Eine Woche der Erinnerung in Ankum mit der Frage: "Wer war August Benninghaus?". Zum Artikel | NOZ am 20.07.2012

Spendenkonto für Aliwal


Überweisungen können auf dieses Spendenkonto in Deutschland gemacht werden:

"Heilige Familie, Grohn"
IBAN: DE09290501010017085747
BIC: SBREDE 22
Stichwort: P.Benninghaus/Aliwal

Spendenbescheinigungen werden zugeschickt. Dafür bitte den Absender deutlich schreiben.

Kontakt

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Freundeskreis P. August Benninghaus SJ
Postfach 13 32
49409 Dinklage

E-Mail: kontakt@pater-benninghaus.de